Biografie: Joseph Kardinal Ratzinger
Joseph Kardinal Ratzinger wurde am 16. April 1927 in
Marktl, Landkreis Altötting in Bayern, geboren. Er ist Dekan des
Kardinalskollegiums und war bis zum Tod von Papst Johannes Paul II.
Präfekt der Glaubenskongregation. Er ist damit einer der bedeutendsten
Kardinäle und galt theologisch und persönlich als „rechte Hand“
Johannes Pauls II. In der öffentlichen Wahrnehmung gilt Ratzinger als
konservativ und war in der Vergangenheit sowohl innerkirchlich als
auch in der Außenwahrnehmung in vielen Punkten umstritten. Kardinal
Ratzinger gilt als einer der Favoriten für die Nachfolge von Johannes
Paul II.
Lebenslauf von Joseph Kardinal Ratzinger
1927
geboren am 16. April in Marktl am Inn
1946-1951
Studium der Philosophie und Theologie in Freising und München
1951
Priesterweihe am 29. Juni in Freising
Aushilfspriester in München-Moosach (Pfarrei St. Martin)
1951-1952
Kaplan in München-Bogenhausen (Pfarrei Hl. Blut)
1952-1954
Dozent im Erzbischöflichen Klerikalseminar Freising
1954-1957
Dozent für Dogmatik und Fundamentaltheologie an der
Philosophisch-Theologischen Hochschule Freising
1957
Habilitation an der Universität München im Fach Fundamentaltheologie
mit einer Untersuchung über Bonaventura
1958-1959
außerordentlicher Professor für Dogmatik und Fundamentaltheologie an
der Philosophisch-Theologischen Hochschule Freising
1959-1963
Ordinarius für Fundamentaltheologie an der Universität Bonn
1962-1965
Offizieller Konzilstheologe (Peritus) des Zweiten Vatikanums
1963-1966
Ordinarius für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität
Münster
1966-1969
Ordinarius für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität
Tübingen
1969-1977
Ordinarius für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität
Regensburg
1976-1977
Vizepräsident der Universität Regensburg
1977
Ernennung zum Erzbischof von München und Freising am 25. März 1977
Ernennung zum Kardinal am 27. Juni 1977
Ernennung zum Honorarprofessor der Universität Regensburg
1981
Ernennung am 25. November 1981 durch Papst Johannes Paul II. zum
Präfekten der Katholischen Glaubenskongregation in Rom, zum
Präsidenten der Päpstlichen Bibelkommission und der Internationalen
Theologenkommission
1986-1992
Leiter der Päpstlichen Kommission zur Erstellung des „Katechismus der
Katholischen Kirche“
1992
Erhebung im Konsistorium des 5. April 1993 zum Kardinalbischof der
suburbikarischen Diözese Velletri-Segni durch Papst Johannes Paul II.
1998
Bestätigung der Wahl zum Vizedekan des Kardinalskollegiums am 9.
November 1998 durch Papst Johannes Paul II.
2002
Wahl zum Dekan des Kardinalskollegiums
2005
Kardinal Ratzinger wird am 19. April zum Papst gewählt und nimmt den
Namen "Benedikt XVI." an
Ehrendoktorate:
1984
College of St. Thomas in St. Paul / Minnesota: Verleihung des
Ehrendoktors of Humane Letters
1985
Ehrendoktor der Katholischen Universität Eichstätt
1986
Ehrendoktor der Katholischen Universität Lima
1988
Ehrendoktor der Katholischen Universität Lublin
1998
Ehrendoktor der Katholischen Universität von Navarra in Pamplona
1999
Ehrendoktor in Rechtswissenschaft der Freien Universität „Maria SS.
Assunta“ (LUMSA) in Rom
2000
Ehrendoktor der Theologischen Fakultät der Universiät Wroclaw
Weitere Auszeichnungen:
1977
Verleihung des Großkreuzes des nationalen Verdienstordens der Republik
Ecuador
Verleihung des Bayerischen Verdienstordens
1985
Verleihung des Großen Verdienstkreuzes des Bundesrepublik Deutschland
mit Stern und Schulterband
Verleihung der Verfassungsmedaille des Bayerischen Landtags in Gold
1989
Verleihung des Ordine della Minerva der Universität Chieti
Verleihung des Augustin-Bea-Preises in Rom
1991
Verleihung des Leopold-Kunschak-Preises in Wien
1992
Verleihung des Großen Goldenen Ehrenzeichens am Bande der Republik
Österreich
Verleihung des Literaturpreises in Anacapri
Verleihung des Literaturpreises Basilicata in Potenza
1996
Verleihung des Bayerischen Maximiliansordens für Kunst und
Wissenschaft
1997
Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Marktgemeinde Marktl am Inn
1998
Ernennung zum Kommandeur der Ehrenlegion durch den französischen
Staatspräsidenten
1999
Aufnahme in die Reihen des Souveränen Militärischen Malteserordens in
Rom als „Bali di Gran Croce e Devozione“
Mitgliedschaften:
1964-1967
Ordentliches Mitglied der Rheinisch-Westfälischen Akademie
Wissenschaften, seit 1966 Korrespondierendes Mitglied
1966
Mitglied der Académie des sciences réligieuses, Bruxelles
1991
Ordentliches Mitglied der Europäischen Akademie für Wissenschaften und
Künste, Abteilung Theologie in Salzburg
1992
Membre Associé Etranger der Académie des Sciences Morales et
Politiques de l’Institut de France, Paris
2000
Berufung als Ehrenmitglied in die Päpstliche Akademie der
Wissenschaften durch Papst Johannes Paul II.
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