Erwartungsgemäß konnte beim Konklave in Rom im ersten
Wahlgang noch kein neuer Papst ermittelt werden. Aus dem Schornstein
der Sixtinischen Kapelle stieg am Abend schwarzer Rauch auf. Ein
Indiz, dass bei der ersten Abstimmung kein Kardinal die nötige
Zwei-Drittel- Mehrheit erhalten hat. Die Wahl wird am Dienstag
(19.04.2005) fortgesetzt.
Das bisher größte Konklave in der Geschichte zur Wahl des
neuen Pontifex hat begonnen. 115 Kardinäle aus aller Welt - unter
ihnen Kardinal Joseph Ratzinger - entscheiden streng abgeschirmt von
der Außenwelt über einen Nachfolger von Johannes Paul II. und über die
Zukunft der Weltkirche mit mehr als einer Milliarde Gläubigen.
In einer feierlicher Prozession zogen die Purpurträger aus 52 Ländern
am Nachmittag vom Apostolischen Palast in die Sixtinische Kapelle ein.
Als erste Handlung mussten die Kardinäle einen Eid ablegen, den zuvor
Kardinaldekan Ratzinger vor dem versammelten Kollegium verlesen hatte.
Nachdem im ersten Wahlgang keiner der Anwesenden eine Mehrheit der
Stimmen auf sich vereinigen konnte, stieg am Abend schwarzer Rauch
über der der Sixtinischen Kapelle auf und signalisierte den Gläubigen,
dass noch kein neuer Papst gefunden wurde. Vatikan-Experten
gehen davon aus, dass das Konklave nur wenige Tage dauern wird. Es ist
eine Zwei-Drittel-Mehrheit von 77 Stimmen notwendig. Wird diese
verfehlt, steigt schwarzer Rauch auf..
Sobald die Wahl erfolgreich verlaufen ist, steigt weißer Rausch auf.
Anschließend kündigt der ranghöchste Kardinaldiakon das neue
Kirchenoberhaupt mit den Worten "Habemus papam!" an. Daraufhin tritt
der 265. Papst der Geschichte auf die Loggia des Petersdoms und
spricht den Segen "Urbi et Orbi". Zu diesem Ereignis werden etwa
hunderttausende Menschen auf dem Petersplatz erwartet.